Freitag, 16. Februar 2007

Wir ...

Die Stille liegt verträumt im Raum und zwischen unser beider Augen. Du bist mir nah und siehst mich an, mein Auge will an deinem Blicke saugen, der sich in gleichem Maß nach mir verzehrt; noch nie hab' ich so sehr begehrt, was mir bereits gegeben war. So liegst du da, den sanften Kerzenschein auf deiner Haut, und Schattenspiele flackern dort, als gingen sie mir schwer verliebt zu Händen. Doch stirbt das Licht, ich muss die Sicht beenden: die Finsternis umarmt uns, du bist fort.

Für den Moment verlassen sterb' ich hin, ich kann nichts seh'n und deshalb nichts mehr fassen. Da formt sich Eins, aus zwei getrennten Massen; nun seh' ich's nicht, ich spür', dein Herz ist meins. Im schwarzen Ozean halt ich dich fest und kann mich selbst in ihm nicht mehr verlieren, die Welt umher hört auf zu existieren, die Zeit hat einen großen Kreis gemacht. Zwei Liebende entschlafen in die Nacht, und nichts mehr ist, an dem sie noch erfrieren.

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